Landlust zu Fahrrad
© Münsterland e.V.

stadt.land.text NRW 2020

stadt.land.text NRW 2020<br>© stadt.land.text NRW stadt.land.text NRW 2020
© stadt.land.text NRW

Literaturschaffende schreiben über ihre Perspektiven auf das Land Nordrhein-Westfalen

Zehn Autorinnen und Autoren wurden für die zweite Auflage des landesweiten Literaturprojektes stadt.land.text NRW ausgewählt worden. Von März bis Juni erforschten die Stipendiatinnen und Stipendiaten vier Monate lang ihre Region und verarbeiteten Eindrücke zu Alltag und Besonderheiten der kulturellen Vielfalt Nordrhein-Westfalens mit literarisch-künstlerischen Mitteln .

Alle Texte, Bilder, Collagen, Arbeiten wurden auf dem stadt.land.text-Blog sowie auf Facebook und Instagram veröffentlicht.

Charlotte Krafft: Futuristisch im Münsterland

Charlotte Krafft, Regionsschreiberin Münsterland 2020<br>© William Minke/Korbinian Verlag Charlotte Krafft, Regionsschreiberin Münsterland 2020
© William Minke/Korbinian Verlag

Charlotte Krafft war im Rahmen von stadt.land.text im Münsterland unterwegs. Als Tochter zweier Landschaftsarchitekten mit einem Faible für Science-Fiction, Horror und Fantastik fragte sich Charlotte Krafft: „Warum beziehen und bezogen sich fast alle Zukunftsvisionen immer auf urbane Ballungszentren, und warum spielt die Entwicklung von Orten und Landschaften mit Denkmalwert kaum je eine Rolle darin? Im Münsterland ging sie der Frage nach, „ob der ländliche Raum, das Dorf, die Kleinstadt nicht gerade wegen seiner Vernachlässigung in der spekulativen Literatur auch als unbeschriebener Hoffnungsraum dienen könnte“.

Charlotte Krafft, 1991 in Berlin-Wedding geboren, seit 2013 in Berlin-Weißensee lebend, studierte Historische Linguistik und Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Gründungsmitglied der Literatur-Clique Rich Kids Of Literature, Entdeckerin der Hyperironie und war kurzzeitig Redakteurin der Literaturzeitschrift Abwärts. Währenddessen veröffentlichte sie dort den hyperironischen Abenteuerserienroman Amore Plastik. Außerdem schreibt sie mitunter Essays, Dramolette oder Erzählungen für Das Wetter, Metamorphosen und die SZ. Im Mai 2020 erschien ihr Kurzgeschichtenband „Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken – Eine endlose Geschichte über den Tod in einer fremden Welt“ im Korbinian Verlag.

Richtung Zukunft Münsterland: Performance und Lesung im Schlosspark Senden

Scheibe & Güntzel<br>© Ralf Emmerich Scheibe & Güntzel
© Ralf Emmerich

Regionsschreiberin Charlotte Krafft und Künstler Jan Philip Scheibe inszenierten den längsten Tag des Jahres im Gemüsebeet

Zweimal Kunst und Kultur am längsten Tag des Jahres. Der im Rahmen des Projekts „PRESERVED // Altland – Neuland“ neu angelegte Kunst-Gemüsegarten am Schloss Senden wurde am 21. Juni 2020 zur Bühne für zwei besondere Aufführungen:

Charlotte Krafft entführte literarisch in die Zukunft des Münsterlands. „Warum beziehen sich fast alle Zukunftsvisionen immer auf urbane Ballungszentren“, fragte sie sich, „und warum spielt die Entwicklung von Orten und Landschaften mit Denkmalwert kaum je eine Rolle darin?“ Krafft verarbeitete ihre Eindrücke von der Natur und Kultur der Region zu moderner Science-Fiction-Literatur. Schloss Senden bot ihr besondere Inspiration für ihre Texte, die sich aus einer Zukunftsperspektive heraus mit dem ländlichen Raum und seiner Veränderung im Laufe der Zeit beschäftigen.

Zur Sommersonnenwende brachte Jan Philip Scheibe bereits ab 11 Uhr Licht, Wissenschaft und Poesie zusammen: Dafür baute er mitten im Gemüsegarten eine mobile Solarstation samt Laptop und LED-Laufschrift auf und fungierte selbst als menschliche Schnittstelle. Den ganzen Tag bis in die Abendstunden hinein – solange wie die Sonnenenergie floss – recherchierte er live vor Ort wissenschaftliche Erkenntnisse über die Sonne und ihren Einfluss auf die Erde und teilte sie per Leuchtschrift dem Publikum mit.

Charlotte Krafft ...

Charlotte Krafft bei den Dülmener Wildpferden Charlotte Krafft bei den Dülmener Wildpferden Charlotte Krafft bei den Dülmener Wildpferden
© Münsterland e.V.
Im Interview
Mehr erfahren...

Über das Projekt

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten waren in den zehn Kulturregionen Nordrhein-Westfalens unterwegs und präsentieren ihre Texte auf dem Blog stadt.land.text NRW 2020 sowie bei Lesungen.

Das Projekt stadt.land.text NRW geht zurück auf eine Idee der Kulturregion Aachen, die das Format erprobt und im Jahr 2017 erstmals für zehn Kulturregionen in Nordrhein-Westfalen federführend umsetzte. 2020 lag die Programmleitung bei der Region Niederrhein. Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die Kulturbüros der Regionalen Kulturpolitik gefördert.

Ansprechpartnerin beim Kulturbüro

Simone Schiffer Simone Schiffer
© Münsterland e.V.
Simone Schiffer
Kulturbüro
Projekt "stadt.land.text NRW"

0049 2571 94 93 36

Weitere Projekte ...